Der Tag an dem sich alles änderte!
Ich bin von Natur aus immer ein Anti-Läufer gewesen. Die einzigen Sportarten die ich nach meiner Kindheit je wirklich ausgeübt habe, waren Fußball und Tennis. Bei beiden Sportarten war ich sicher nie der untalentierteste aber auf jeden Fall immer einer der faulsten Sportler.
Ging es in die Vorbereitung war ich meistens verletzt, musste gerade viel arbeiten, meine Katze war schwanger oder was einem halt noch so einfällt um den Quälereien der „Vorbereitungsmasochisten“ von Trainern zu entgehen. Mein liebster Spruch war immer, dass Tore auf dem Platz und nicht im Wald geschossen werden. Wohl wahr, aber sowas kann nur von jemandem kommen der einfach zu faul ist um sich zu quälen.
Beim Tennis war ohnehin früh Schluß, da mich eine schwere Knieverletzung mit 15 Jahren darin hinderte beide Sportarten zu betreiben. So entschied ich mich dafür, Fußball mal mehr, mal minder intensiv zu spielen. Aufgehört habe ich dann final mit 35 Jahren. Eine Erleichterung. Meine letzten beiden Jahre imFußball waren die intensivsten und lehrreichsten gewesen. Guter Trainer. Hohe Intensität. Gute Mannschaft. Ich war körperlich besser drauf als 10 Jahre zuvor.
Aber es war eine Erleichterung nicht mehr diese Verpflichtung zu haben. Nicht mehr 5-6 mal pro Woche in der Vorbereitung zu trainieren. Stattdessen Sonntags auf der Couch liegen, ausruhen, Essen, Trinken und alles was dazu gehört…
Ich wog schon bald wieder über 90 Kilo, bei 176 cm Körpergröße durchaus ein strammer Body.
Was nun?
Das Spiel ging rund 2 Jahre. Ich fand keine Sportart die mir auch nur etwas Spaß bereiten hätte können. Fahrradfahren? Niemals. Tennis? Mit wem denn? Schwimmen? Never ever! LAUFEN? Ja, das versuche ich mal. Bleibt ja nichts. Ein Marathon stand ja ohnehin auf meiner Bucket List.
Ich fing also mit zaghaften Versuchen an und schaffte nach einigen Tagen irgendwo zwischen drei und vier Kilometer. Immerhin knapp ein Zehntel von einem Marathon.
Die Mission war zum scheitern verurteilt, da ich nicht der Typ war, der fleißig trainiert um sich dann für einen Wettbewerb anzumelden. Auch noch alleine. Niemals. Also musste eine andere Taktik her. Ich meldete mich zum Frankfurt Marathon 2018 an und hatte gute 11 Monate Zeit um mich vorzubereiten. Vielleicht geht es ja mit Druck.
An diesem Tag änderte sich alles… Nur wusste ich noch nichts davon.