All posts by Patric Sudheimer

Gasoline Smoothie

Nach langen Trainings oder intensiven Trainingswochen fordert der Körper oftmals viel Treibstoff. Um möglichst viele Nährstoffe zu bekommen eignen sich natürlich Smoothies sehr, gerade wenn man wie ich nicht alles gerne isst. Gerade auch dann, wenn man vielleicht sogar eine massive Hungerattacke bekommt und gerne etwas süßes isst oder sinnlos in sich hineinschiebt, kann der Smoothie helfen die Gelüste zu stillen, ohne sich am Süßigkeitenschrank vergreifen zu müssen.

Zutaten:

  • 4 Bananen
  • 1 Avocado
  • eine Handvoll Blaubeeren
  • 1-2 Esslöffel Honig (alternativ Agave- oder Ahornsirup)
  • 6-7 Datteln
  • 200 ml Mandelmilch
  • 100 ml Wasser
  • Eiswürfel

Die Bananen und die Avocado in den Mixer geben und auf hoher Stufe mixen. Danach die restlichen Zutaten zugeben und auf höchster Stufe mischen. Gerade im Sommer ein ein echter Booster.

„Fake Cookie“ Balls

Ein Rezept für die Tage an denen der Schweinehund besonders laut bellt oder wir ein Problem mit unserer Disziplin haben. Sei darauf vorbereitet, dass es Tage gibt an denen Du keine Wiederstandskraft hast oder Dein Schweinehund Dich überlisten wird. Bescheiss den Köter doch einfach mit folgendem Rezept.

Zutaten:

  • 300 g Cashewkerne
  • 150 g Haferflocken
  • 2 EL Ahornsirup
  • etwas Vanille
  • 180 ml Wasser
  • 6-7 EL Kakao Nibs

Die Cashewkerne, Haferflocken, Ahornsirup, Wasser und etwas Vanille in den Mixer geben und auf hoher Stufe mixen bis Du eine homogene Masse hast. Ab in eine Schüssel geben und die Kakao Nibs hinzufügen. Forme aus der Masse kugeln und dann ab in die Kühlung. Die Masse ergibt 10-15 Kugeln und sollte sich 10-14 Tage im Kühlschrank halten.

Omega Popcorn

Nahezu jeden Sonntag haben meine Frau und ich ein Date. Da wir kleine Kinder haben, findet dies zumeist auf der Couch statt. Wir naschen beide gerne, wollen uns aber nicht den Bauch mit Süßkram stopfen, da wir wissen, dass wir es am nächsten Tag bereuen werden. Um kein schlechtes Gewissen zu haben machen wir uns ein unfassbar gutes Popcorn, bei dem wir sogar noch essentielle Fettsäuren und eine ordentliche Portion Vitamin B zu uns nehmen. Das Popcorn ist inzwischen fester Bestandteil unseres Abends.

Zutaten:

Erwärme das Kokosöl auf höchster Stufe in einer Pfanne bis es flüssig ist. Gib den Popcornmais hinzu und mach den Deckel auf die Pfanne. Sobald der erste Mais aufpoppt, dreh den Herd etwas runter, sodass nichts anbrennt. Bewege die Pfanne ab und an um ein anbrennen zu verhindern.

Ist das Popcorn fertig, gib alles in eine Schüssel und träufele das Öl darüber. Kurz durchmischen und dann die Nährhefe hinzugeben. Das Salz ist nicht zwingend notwendig, nutze es nach Bedarf und Geschmack.

Apfel-Zimt Granola

Dieses Rezept für ein umwerfendes Granola hat zum Teil für Begeisterungsstürme gesorgt. Es ist einfach unfassbar lecker, sehr gesund und ist günstiger als dieser ganze überteuerte Fancy Kram aus dem Supermarkt. Hier weißt Du wenigstens was drin ist.

Zutaten:

  • 1-2 Teelöffel Kokosnussöl
  • 360g Hafergrütze / 6-8 Stunden in Wasser eingeweicht / abtropfen lassen
  • 1 Apfel entkernt und in Streifen geschnitten
  • 80 g Kokosflocken oder Kokosraspel
  • 2 Teelöffel Zimt
  • 2 Esslöffel Ahornsirup oder 1 Esslöffel Agavenektar
  • 1 Teelöffel Vanille Extrakt
  • 1/2 Teelöffel Meersalz
  • 70 g gehackte Mandeln
  • 70 g Kürbiskerne gehackt
  • 135 g Rosinen

Backofen auf 120 Grad vorheizen. Backbleche mit Kokosöl bestreichen.

Hafergrütze, Apfelstreifen, Kokosnussflocken, Zimt, Agave Nektar (Ahornsirup) Vanille Extrakt und Salz in einer Küchenmaschine für 30 Sekunden rühren. Mischung nach unten schieben und weitere 30 Sekunden verrühren. 

Diesen Vorgang insgesamt 3 mal wiederholen.

In eine große Schüssel geben und mit den Mandeln, Rosinen Kürbiskernen vermischen. Mit einem großen Löffel durchmischen. Eine dünne Schicht auf den vorbereiteten Backblechen verteilen. 2-4 Stunden backen und einige male mit einem Spatel drehen bis es trocken und knusprig ist.

Durch erhöhen der Temperatur kann die Backzeit verringert werden. Allerdings immer unter Beobachtung, sodass nichts anbrennt.

Abkühlen lassen und Rosinen einrühren. 

Mit Milch (alternativ Mandelmilch oder Reis-Kokos Milch), Banane oder frischen Beeren servieren. 

Haltbar für rund 3-4 Wochen in einem luftdichten Behälter.

„Ich schaffe das nie…“

Mit dem Finish meines ersten Marathons kamen mehr anerkennende Worte als ich das für möglich hielt. Klar war das eine ordentliche Leistung, allerdings hing ich es nicht so hoch auf.

Was allerdings noch viel häufiger während dieser Gespräche folgte waren Sätze wie diese:

  • „—wow, ich werde das nie schaffen“
  • „…krass, ich glaube ich kann nie einen Marathon laufen“
  • „…ich bräuchte mehr Zeit um auch mal dafür zu trainieren“
  • „…ich habe Probleme hier oder da und kann nicht laufen“
  • „…mit Deiner Figur würde ich auch laufen“
  • „…ich bin kein Läufer“
  • etc. etc

Meistens sind meine Gedanken dazu die gleichen. Mit dieser Einstellung wirst Du es natürlich nie schaffen, geschweige denn den harten Trainingsweg einschlagen um irgendwann fit genug zu sein um es doch zu tun. Zeit ist nur eine Ausrede. Egal auf welcher Stadt, in welchem Land oder auf welchem Kontinent jemand lebt, der Tag hat für jeden „nur“ 24 Stunden.

Ist es Deine Prio und Du willst es wirklich tun, dann wirst Du auch Zeit dafür finden. Laufen und trainieren kann man fast auf der ganzen Welt.

Das Bekenntnis

Ich wurde in der Vergangenheit oft gefragt, wann ich mich dazu entschlossen habe einen Marathon zu laufen bzw. wann sich dieser Gedanke bei mir verankert hatte und ich bereit war es durchzuziehen.

Meine Antwort darauf ist immer denkbar einfach: „Du bist immer nur einen Schritt davon entfernt„. Ich wusste, dass wenn ich mir nicht selbst das Commitment abverlangte und einen klaren unausweichlichen Schritt unternehmen würde, dass ich sicher bis heute noch keinen Marathon gelaufen wäre, sondern das Datum immer weiter nach hinten verschoben hätte.

Was war mein Bekenntnis?

Der erste Schritt den ich unternahm war, meine Schuhe anzuziehen und rauszugehen um zu laufen. Das war ein ziemlich erbärmlicher Lauf und ich bin sicher nicht weiter gelaufen als 2-3 Kilometer.

Ich wusste, dass ich das nicht durchziehen würde, wenn der Druck nicht groß genug war. Also gab es für mich nur eine Lösung… Ich melde mich für einen Marathon an und setzte mir so ein festes Zeitfenster für mein Training. 11 Monate hatte ich Zeit um meinen vernachlässigten Körper wieder fit zu machen um am Mainova Frankfurt Marathon teilzunehmen.

Das war das Commitment was mir fehlte um es tatsächlich zu tun.

Durch das feste Datum verankerte sich mein Vorhaben so stark, dass es für mich kein zurück gab. Außerdem wollte ich sicher nicht als Loser vor meiner Familie dastehen.

-Recharge- Bohnen & Käse Burrito

Wer nach dem Training wieder auftanken muss, ist mit diesem ausgezeichneten Burrito genau richtig. Da man die Zutaten super vorbereiten kann, ist dieser auch schnell gemacht und man muss nicht allzu lange Hunger leiden wenn es mal schnell gehen muss.

Zutaten:

  • 1 große Zwiebel / gewürfelt
  • 1 EL Butter
  • etwas Pflanzenöl
  • 120g Langkornreis
    • Gewürze
      • Oregano
      • Kreuzkümmel
      • Zwiebelpulver
      • Knoblauchpulver
      • Chilipulver
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • 160 ml Tomatensauce
  • 2 Paprikaschoten (Grillpaprika) z.B. Pimientos de Padron
  • 4 Scheiben Bacon
  • 1 Dose Bohnen (Pinto, Wachtel oder Kidney)
  • eine Hand voll Tortilla Chips

Zubereitung:

Das Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und die Butter hinzugeben. Die Zwiebel darin ca. 5 Minuten anbraten.

Den Langkornreis hinzufügen und leicht „antoasten“. Die Gewürze in die Pfanne geben und rühren.

Hühnerbrühe und Tomatensoße unterrühren , leicht aufkochen, den Herd runter drehen und zugedeckt köcheln lassen.

In der Zwischenzeit etwas Öl in die Hände geben und die Paprikaschoten damit einreiben und ab damit auf den Grill oder in die Grillpfanne. Mittlere Hitze ist erstmal ausreichend. Ab und an wenden und die Schoten im Auge behalten.

Popcornsünde ohne schlechtes Gewissen

Ich verwandele mich in ein unzähmbares Monster sobald es um Süßigkeiten geht. Egal ob Gummibärchen, Schokolade oder auch Chips. Einmal angefangen kann es schnell zu einer Orgie werden.

Da ich am nächsten Tag natürlich immer spüre wenn ich mich nicht unter Kontrolle hatte, bin ich sehr glücklich über die Popcorn Kreation, die man sogar fast als gesund einstufen kann. Meine Frau und ich haben einmal in der Woche ein Couch-Date und schauen uns dann einen gemeinsam an. Dazu machen wir uns dann immer das folgende Popcorn, das uns vor allem sensationell gut schmeckt.

Zutaten:

  • 60g Popcorn Mais
  • 2-3 EL Omega 3-6-9- Öl / Udo´s Choice (https://iherb.co/aMw5ZoV)
  • 3-4 TL Nährhefe / Hefe-Flocken
  • 1 TL Meersalz
  • 2 EL Kokosnussöl

Das Kokosnuss-Öl auf hoher Stufe zum schmelzen bringen und den Popkornmais in die Pfanne geben. Deckel drauf und warten, bis das erste Korn aufgegangen ist. Herd runter drehen auf Medium/High und den restlichen Popkorn aufpopen lassen. Wichtig, bitte den Pfanneninhalt immer etwas in Bewegung halten, sodass nichts anbrennt.

Popkorn in eine große Schüssel füllen und 2 Löffel Öl darüber träufeln. Das Popkorn mit dem Öl mischen, dann einen weiteren Löffel hinzugeben und mischen. Die Nährhefe und das Salz darüber streuen und vermischen.

Genießen!

Pain Killer Smoothie

Mein optimaler „Post-Workout-Smoothie“. Zum einen schmeckt mir dieser Smoothie sehr gut, zum anderen liefert er auch ganz viel wichtige Stoffe für meine Regeneration. Das Öl ist übrigens nicht ganz leicht zu bekommen. Ich habe Dir aber einen Link beigefügt, sodass Du, anders als ich, nicht das gesamte Netz durchforsten musst um ein wirklich gutes zu finden.

Zutaten:

  • 500 ml Wasser
  • 140 g gefrorene oder frische Erdbeeren (je nach Saison)
  • 70 g gefrorene Ananas
  • 70 g gefrorene Mango
  • 90 g Edamame Bohnen
  • 20 g Kokosflocken
  • 1 Banane
  • 3 EL Udo´s Choice 3-6-9 Öl (https://iherb.co/HSp22EP)
  • 1 EL Protein Pulver / Ich nehme Kollagen-Hydrolysat / Meine Lieblingssorte ist von Primelife
  • 1 1/2 TL Misopaste
  • 1 TL Kurkuma Pulver
  • 2,5 cm frischer Ingwer

Alle Zutaten in einen Mixtopf geben und auf hoher Stufe 1-2 Minuten mixen

Der Tag an dem sich alles änderte!

Ich bin von Natur aus immer ein Anti-Läufer gewesen. Die einzigen Sportarten die ich nach meiner Kindheit je wirklich ausgeübt habe, waren Fußball und Tennis. Bei beiden Sportarten war ich sicher nie der untalentierteste aber auf jeden Fall immer einer der faulsten Sportler.

Ging es in die Vorbereitung war ich meistens verletzt, musste gerade viel arbeiten, meine Katze war schwanger oder was einem halt noch so einfällt um den Quälereien der „Vorbereitungsmasochisten“ von Trainern zu entgehen. Mein liebster Spruch war immer, dass Tore auf dem Platz und nicht im Wald geschossen werden. Wohl wahr, aber sowas kann nur von jemandem kommen der einfach zu faul ist um sich zu quälen.

Beim Tennis war ohnehin früh Schluß, da mich eine schwere Knieverletzung mit 15 Jahren darin hinderte beide Sportarten zu betreiben. So entschied ich mich dafür, Fußball mal mehr, mal minder intensiv zu spielen. Aufgehört habe ich dann final mit 35 Jahren. Eine Erleichterung. Meine letzten beiden Jahre imFußball waren die intensivsten und lehrreichsten gewesen. Guter Trainer. Hohe Intensität. Gute Mannschaft. Ich war körperlich besser drauf als 10 Jahre zuvor.

Aber es war eine Erleichterung nicht mehr diese Verpflichtung zu haben. Nicht mehr 5-6 mal pro Woche in der Vorbereitung zu trainieren. Stattdessen Sonntags auf der Couch liegen, ausruhen, Essen, Trinken und alles was dazu gehört…

Ich wog schon bald wieder über 90 Kilo, bei 176 cm Körpergröße durchaus ein strammer Body.

Was nun?

Das Spiel ging rund 2 Jahre. Ich fand keine Sportart die mir auch nur etwas Spaß bereiten hätte können. Fahrradfahren? Niemals. Tennis? Mit wem denn? Schwimmen? Never ever! LAUFEN? Ja, das versuche ich mal. Bleibt ja nichts. Ein Marathon stand ja ohnehin auf meiner Bucket List.

Ich fing also mit zaghaften Versuchen an und schaffte nach einigen Tagen irgendwo zwischen drei und vier Kilometer. Immerhin knapp ein Zehntel von einem Marathon.

Die Mission war zum scheitern verurteilt, da ich nicht der Typ war, der fleißig trainiert um sich dann für einen Wettbewerb anzumelden. Auch noch alleine. Niemals. Also musste eine andere Taktik her. Ich meldete mich zum Frankfurt Marathon 2018 an und hatte gute 11 Monate Zeit um mich vorzubereiten. Vielleicht geht es ja mit Druck.

An diesem Tag änderte sich alles… Nur wusste ich noch nichts davon.